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Buchtipp: Leben(dig) von Raphael David Oberhuber

05.10.2021
von Anita Lehner
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Persönlichkeitsstärkung
Resilienz

In den Tiefen des Winters erfuhr ich schließlich, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer liegt. (Albert Camus)

Raphael Oberhuber beschreibt im ersten Teil des Buches, was es heißt, in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts mit einem schweren Herzfehler zur Welt gekommen zu sein, seine Odyssee von lebensbedrohlicher Krankheit zu bester Gesundheit.

Der zweite Teil des Buches stellt eine Textsammlung dar, die alle von der Tatsache zusammengehalten werden, dass der Tod im Leben von Kindern thematisiert wird. Oberhuber versucht ausgehend von seinen eigenen biographischen Erfahrungen, Erwachsenen, die damit konfrontiert sind, sich von ihren Kindern zu verabschieden, sie in dieser Fassungslosigkeit abzuholen und zu begleiten, ohne in billigen Trost zu fallen. Der Autor ist als klinischer Psychologe und Gesundheitspsychologe am Kinder-Herz-Zentrum der Kepler Universitätsklinik tätig und Professor für Inklusiver Pädagogik an der PH OÖ. In allen Facetten seiner beruflichen Tätigkeit ist es ihm ein Anliegen, Erwachsene und Kinder so zu begleiten, dass trotz Schicksalsschlägen, die die Grenzen des Erträglichen für einen Menschen darstellen, Lebendigkeit lebbar und erfahrbar wird.

Im dritten Teil werden einige Studienergebnisse zur „Sprache der Krankheit“ zusammengefasst.

Ein facettenreiches Buch, das auf vielen Ebenen auslotet und aufzeigt, dass Lebendigkeit nicht aus „statischer Sicherheit“ heraus gelingt, welche sich darin auszeichnet, dass wir uns verzweifelt an einen schwachen Ast klammern, der im reißenden Fluss hängt. Was wir brauchen, ist dynamische Sicherheit: Loslassen und mit dem reißenden Strom zu schwimmen. (H. Stadler, zitiert auf S. 68)

Leben(dig)

Gedeihen trotz widriger Umstände

Verlag Nina Roiter (2.überarbeitete Auflage 2019)