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Grundsatzerlass "Reflexive Geschlechterpädagogik und Gleichstellung"

22.10.2021
von Anita Lehner

"Geschlechterverhältnisse und Fragen der Gleichstellung reichen auf vielfältige Weise in die Schule hinein bzw. bilden sich in ihr ab, etwa auf Ebene der unterschiedlichen Repräsentanz der Geschlechter im Lehrberuf oder der unterschiedlichen Verteilung von Schülerinnen und Schülern in den jeweiligen Schulformen." In: https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/schulrecht/rs/2018_21.html

Im Rundschreiben Nr. 21/2018 erging vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung ein Orientierungsrahmen für die Realisierung des Unterrichtsprinzips „Reflexive Geschlechterpädagogik und Gleichstellung“ an alle Schulen. Die darin formulierten Bildungsziele/Kompetenzen reichen über die Inhalte einzelner Schulfächer hinaus.  Neben dem Transfer von Wissen über Geschlechterungleichheiten, geschlechterbezogene Stereotypien und Rollennormen sollen vor allem Haltungen entwickelt werden, die eigenen Vorurteile zu reflektieren und sich für Chancengleichheit im Alltag einzusetzen. Auf der Handlungsebene gilt es für Schüler*innen und Lehrkräfte gleichermaßen, Zivilcourage zu entwickeln, um im Alltag gegen alle Formen von Diskriminierung aufzutreten.

Die Lehrkräfte werden dazu aufgefordert, eine wirkungsvolle Umsetzung des Grundsatzerlasses zu garantieren.

Weiters gibt es auf der Homepage des Ministeriums auch Materialien, die sich mit „Gewalt im Namen der Ehre“ beschäftigen, sowie Präsentationsfolien für Elternarbeit und Unterricht. Damit soll sichergestellt werden, dass persönlichkeitsbildende Erfahrungsräume an Schulen erweitert, sowie Gewalt und Segregation abgebaut werden.