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hepi-book: Stell dir vor es ist Schule und jede*r will hin!

04.10.2022
von Anita Lehner
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Persönlichkeitsstärkung
Kreativität

Es gibt zahlreiche Bücher, die sich mit der Theorie von Unterricht und Lernen oder der Didaktik des Unterrichtens auseinandersetzen. Expert*innen tagen viele Stunden über Bildungsplänen und schreiben sie um. Aber es gibt wenig Bücher, in denen Jugendliche selbst zu Wort kommen, wenn es um die Frage geht, wie sie sich Lernen und die Zukunft vorstellen.

Niemand in dem Autor*innenteam ist ein Hirnforscher. Trotzdem wagen sie sich an die Frage: „Es gibt 8 Milliarden Menschen auf der Welt. Und acht Milliarden Wege, sich ins Leben zu lernen. Jeder Mensch hat dafür seine eigene Methode. Jedes Kind sollte das Recht haben, herauszufinden, wie lernen für es am besten funktioniert. Es ist richtig crazy, dass so viele Leute glauben, es sei das Beste, dass in der Schule einer spricht und die anderen zuhören müssen.“ (S. 41-42) Wie könnte also eine Schule aussehen, die ein „Basislager“ darstellt, von dem man ins Leben aufbricht, ohne dass man daneben keine Zeit mehr für seine Hobbies hat, die Expertise von älteren Menschen mit ihren Erfahrungen ausgeklammert werden muss, wo Lehrkräfte und Schüler*innen zusammenarbeiten, um die erforderlichen Lernziele zu erreichen? Das Buch bleibt nicht in der Anklage stecken, sondern führt schon im zweiten Kapitel aus den negativen empirischen Befunden, in denen sich Jugendliche häufig finden in ein verwirklichtes Schulprojekt in Berlin, wo neue Wege gesucht und gegangen wurden, sodass im Rahmen eines Projektes sogar das vorliegende Buch entstanden ist: Schule, wo alle Lernenden an wichtigen Entscheidungen beteiligt sind, Schule, in der es „richtige Herausforderungen“ gibt, Schule, in denen die Jugendlichen den Lehrkräften zeigen, „wie Schule geht“. Es klingt plakativ aber in diesem Buch kommen durchaus auch Erwachsene wie Gerald Hüther zu Wort. Und am Ende findet sich ein „PISA Fragebogen“ in dem es darum geht, dass Schüler*innen u.a. beantworten, ob und wie es in ihrer Schule möglich ist, „Entschlossenheit, Neugier, Begeisterung, Optimismus oder Selbstkontrolle“ zu lernen.

Es gibt viele interessante Imputs in dem Buch, um mit den Lernenden einer Klasse das Lernsetting zu reflektieren und evaluieren!

Alma de Zárate, Jamila Tressel, Lara-Luna Ehrenschneider (in Zusammenarbeit mit Uli Hauser)

Wie wir Schule machen. Lernen, wie es uns gefällt

Knaus, München 2014