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Lektüretipp für den Sommer: Ariadne von Schirach

02.06.2021
von Dominik Buchmeier
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„Du sollst nicht funktionieren.“ Der Titel des Essays von Ariadne von Schirach versteht sich als ein Plädoyer „für eine neue Lebenskunst“, das zum Nachdenken, möglicherweise zum Umdenken anregt. Emotional aufgeladen, überzeugend und lautstark bringt sie portraithaft jede Menge Beispiele dafür, dass Menschen das „Echte“ aus den Augen verlieren und sich einem zerstörerischen Selbstoptimierungswahn hingeben.

Ein Übermaß an Selbstdisziplin und -kontrolle wird genussvollem, lebendigem Sein gegenübergestellt. Es scheint, als würde Ariadne von Schirach die/den Leser*in an der Hand nehmen und hinausführen aus einem „Gefängnis der Bilder“, hin zu einem Spiegel, um liebevoll zu sagen: „So bist du also. Das ist in Ordnung.“ Ihr Blick richtet sich auf die Gesellschaft aber auch auf die Psyche des Menschen und letztlich die Gestaltungsspielräume, die ihm zur Verfügung stehen, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Ariadne von Schirach wurde 1978 in München geboren, studierte Philosophie, Psychologie und Soziologie und arbeitet als Dozentin an der Universität der Künste Berlin, der Hochschule für Bildende Künste Hamburg sowie der Donau-Universität Krems.

Bekannt ist die freie Autorin und Kritikerin für ihre Essays „Der Tanz um die Lust“ (2005), „Du sollst nicht funktionieren. Für eine neue Lebenskunst“ (2014), „Ich und du und Müllers Kuh. Kleine Charakterkunde für alle, die sich und andere besser verstehen wollen“ (2016) sowie „Die psychotische Gesellschaft. Wie wir Angst und Ohnmacht überwinden“ (2019) und „Lob der Schöpfung. In Verteidigung des irdischen Glücks“ (2019).