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Nachlese zur Fortbildungsveranstaltung „Was braucht dieses Kind jetzt von mir?“ – Ansätze der Existenziellen Pädagogik

25.10.2022
von Dominik Buchmeier
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Existenzielle Pädagogik
Persönlichkeitsstärkung

Am 21.10.2022 wurden an der PH OÖ Einblicke in die Welt der Existenziellen Pädagogik gegeben. Ausgehend von persönlichen Fragestellungen aus der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen beschäftigten wir uns mit dem zugrundeliegenden Menschenbild und der „Landkarte“ der verschiedenen Entwicklungsfelder.

Ein Ziel der Lehrveranstaltung war es, das Verstehen unterschiedlicher (auch herausfordernder) Verhaltensweisen des Menschen zu fördern, um einen stimmigen Umgang damit zu finden. Die Existenzielle Pädagogik postuliert einen „phänomenologischen“ Blick, der sowohl das Kind und die erziehende Person als auch das Feld dazwischen fokussiert. Sie bietet eine evidenzbasierte Theorie zu Grundthemen des Menschen wie Schutz, Beziehung, Wertschätzung, Halt, Begegnung, Kontextbezogenheit, etc.

Einerseits reicht die Existenzielle Pädagogik in die Tiefe des menschlichen Daseins, andererseits bietet sie Hilfestellung bei konkreten pädagogischen Fragestellungen, die den Alltag der Pädagog*innen stark mitbestimmen: mangelnde Kooperation, Aggression, ausweichendes Verhalten, etc. Auch der differenzierte Zugang zu Lob, Strafe, Tadel, Belohnung, etc. sei hier genannt.

Es durfte klar werden, dass es in einer zeitgemäßen und menschlichen Pädagogik nicht um Rezepte, Tools und lineare Handlungsanweisungen nach dem „Wenn-dann-Prinzip“ geht. Vielmehr geht es darum, einen stimmigen Umgang mit der jeweiligen Situation zu finden, der sowohl das Kind/den Jugendlichen als auch die/den Erziehende/n selbst miteinbezieht. Die Existenzielle Pädagogik kann sehr hilfreich sein, diesem Ziel ein Stück weit näher zu kommen.

Vertiefende Fortbildungsangebote gibt es an Österreichs Pädagogischen Hochschulen (etwa an der PH OÖ im Lehrgang "Achtsame Pädagogik") sowie über das Institut für Existenzielle Pädagogik.